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Kapitel 3 (n)

3.14 GIMP

Das GNU Image Manipulation Program (GIMP) ist eine Anwendung zur Manipulation von Bildern und Grafiken. Es wird oft scherzhaft als "Photoshop für Arme" bezeichnet, denn es bietet in etwa denselben Funktionsumfang wie Adobes Produkt, ist aber frei verfügbar und kostenlos.

1995 arbeiteten Peter Mattis und Spencer Kimball an einen LISP-Programm zur Darstellung von Bitmap-Grafiken. Als sich der LISP-Compiler wegen des Speicherbedarfs dieser Anwendung als nicht mehr brauchbar erwies, beschlossen beide, es mit C zu versuchen. Aber es sollte nicht beim Darstellen von Bildern bleiben, sondern alle Funktionen eines ausgereiften Bildverarbeitungsprogramms wie es sie bereits für Windows und dem Macintosh, aber eben nicht für ein Unix-System gab, abdecken.

Nach einem halben Jahr wurde im Februar 1996 das erste Release 0.54 veröffentlicht, um einige Meinungen und weiterführende Hilfe von anderen Entwicklern zu erhalten. Der größte Nachteil von GIMP war, daß es sich des kommerziellen Toolkits Motif bediente und so die Anwendung auf freien Unix-Systemen wie Linux schwierig machte. Da es an freien Klassenbibliotheken für die Entwicklung von grafischen Anwendungen fehlte, programmierte man eine eigene, das GIMP Toolkit (GTK), das heute zu den beliebtesten Toolkits zählt. Nach der Version 0.60 im Juli 1996 folgte 0.99 im Februar 1997 mit einer neuen Programmierschnittstelle (API) und weiteren Features, die GIMP sehr modular und erweiterbar machten. Das aktuelle Release ist 1.1.15.

"From the first line of source code to the last, GIMP was always my 'dues' paid to the free software movement." - Spencer Kimball

Bereits seit einiger Zeit ist GIMP fester Bestandteil fast aller Linux-Distributionen. Besonders sein Plug-In-Konzept wird gelobt, wodurch relativ einfach neue Bildbearbeitungsfunktionen hinzugefügt werden können. Außerdem läßt es sich gut per Kommandozeile automatisieren, um beispielsweise schnell Formatkonvertierungen vieler Grafiken vorzunehmen.

Während sich die beiden GIMP-Schöpfer weiter um die Kernentwicklung kümmern, steuert die GIMP-Gemeinde Plug-Ins bei, gibt informellen Support, bereinigt Fehler und nimmt Portierungen des Programms (auf OS/2 und Windows) vor. Eine typische Symbiose innerhalb eines freien Software-Projekts.


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